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Walnuss-Sämling
Bild: © Denis And Yulia Pogostins - 123rf.com

So pflanzen Sie den Nussbaum richtig

Der Walnussbaum erreicht im Laufe der Jahre eine stattliche Grösse. Dieser Punkt sollte vor dem Kauf und dem Pflanzen unbedingt beachtet werden. Nicht zuletzt ist er gerade wegen seiner prachtvollen Grösse so ein schönes Gewächs. Glück hat, wer viel Platz im Garten zur Verfügung hat und an eine geeignete Stelle den Baum pflanzen möchte.

Eigene Walnüsse ernten, im Schatten des großen Baumes sitzen und die Auszeit genießen: Der Walnussbaum macht beides möglich, wenn die Voraussetzungen stimmen. Der Walnussbaum stellt jedoch einige Ansprüche an Platz, Boden und Standort. Kann man jedoch alle Bedingungen erfüllen, so währt die Freude an ihm lang.

Seiteninhalt

  1. Der Boden
  2. Der raumgreifende Baum
  3. Beste Pflanzzeit für den Walnussbaum
  4. Platzbedarf und Mindestabstände
  5. Pflanzloch und Pflanzprozedur
  6. Stützpfahl und Baumschutz für sicheres Anwachsen

Der Boden

Ein Walnuss-Baum ist langlebig und anspruchslos. Die Walnuss gedeiht in verschiedenen Böden und unterschiedlich beschaffenen Landschaften. Am besten fühlt er sich in feuchten, leicht sandigen und tiefgründigen Böden. Staunässe, schlecht belüftete sowie zu sandige Böden tun dem Baum nicht gut: Die Walnuss wächst viel zu langsam und trägt nicht viel. Leicht saure bis neutrale Böden sind optimal, doch auch alkalische Böden verträgt der Walnussbaum ebenfalls gut. Der Grundwasserspiegel darf ausserdem nicht höher als 1,5 m liegen.

An relativ trockenen Orten soll für regelmässiges Giessen gesorgt werden. Der Hobby-Gärtner ist gut beraten, auf die Nachbarsgrundstücke einen aufmerksamen Blick zu werfen: Sind dort einer oder mehrere Walnussbäume zu sehen, wird sich die Walnuss auch in seinem Garten vermutlich wohl fühlen. Übrigens ist durch die Präsenz von weiteren Walnussbäumen in der Umgebung auch das Bestäubungs-Problem gelöst, denn bei einigen Walnussbaum-Sorten öffnen sich die weiblichen und männlichen Blüten nicht gleichzeitig. Alternativ kann der Gärtner selbst gleich zwei oder drei Bäumchen setzen und zwar in einem gehörigen Abstand von 10-15 m zueinander.

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Der raumgreifende Baum

Reichlich Platz gehört zu den Grundvoraussetzungen, die der Baum fordert. 25 bis 30 Meter kann er hoch werden, die die im Alter ausladende Krone erreicht einen Durchmesser von bis zu 20 Metern. Der Walnussbaum liebt die Sonne, am besten wächst und trägt er in Weinbauregionen. In anderen Gegenden sollte man ihm zumindest einen geschützten Platz bieten können, will man reichlich Ernte einbringen. Viel Freiraum braucht der Baum obendrein, denn die Konkurrenz bleibt in seiner Nähe leicht auf der Strecke. Dazu tragen zwei Faktoren bei: Zum einen entzieht der Nussbaum dem Boden reichlich Nährstoffe. Zum anderen enthalten seine Wurzeln und Blätter das ihm eigene Gift Juglon. Es unterdrückt das Wachstum vieler in der Nähe angesiedelten Pflanzen und Bäume.

Beste Pflanzzeit für den Walnussbaum

Grundsätzlich kann ein Walnussbaum vom Frühjahr über den ganzen Sommer hinweg und bis in die Herbstmonate hinein gepflanzt werden. Junge Walnussbäume sind jedoch frostempfindlich. Den letzten Spätfrösten im Frühjahr und den ersten Frühfrösten im Herbst geht man besser aus dem Weg. Ideale Frühjahrspflanzzeit ist Mitte April, wenn sich der Boden bereits erwärmt hat. Diese Wärme von unten ist auch bei der Herbstpflanzung wichtig. Nach Kälteeinbrüchen wird besser einige Tage mit der Pflanzung gewartet. Das muss kein Nachteil sein, denn generell ist eine Pflanzung bis Mitte November möglich, in milden Regionen und passender Witterung auch länger.

Die Herbstpflanzung bietet jedoch vielfach einen Vorteil gegenüber der Frühjahrspflanzung. Bis Dauerfrost eintritt, werden vom Walnussbaum noch feine Wurzeln gebildet. Diese machen es ihm leichter, im nächsten Frühjahr ausreichend Wasser aufzunehmen. Besonders bei früh eintretenden Hitzeperioden trägt die gute Bewurzelung zum Wachstumserfolg bei. In Gegenden, in denen Fröste im September und Oktober eher die Regel sind, ist der Frühjahrspflanzung der Vorzug zu geben. Hier muss dann allerdings vor allem in der Austriebsphase ausreichend gewässert werden.

Platzbedarf und Mindestabstände

Beschaffenheit des Bodens und Sortenwahl sind ausschlaggebend, wenn Platzbedarf und Pflanzabstände berechnet werden. Nicht veredelte Sämlinge wachsen mehr in die Breite und haben deshalb einen höheren Flächenbedarf. Rund 15 x 15 m sollten es sein, vor allem dann, wenn ein tiefgründiger Boden zum raschen Wachstum beitragen wird. Veredelte Walnussbäume wachsen eher in die Höhe. Sie brauchen weniger Fläche. Ist der Boden zudem eher karg, reichen 10 x 10 m.

In den ersten Jahren setzen Walnussbäume ihre Kraft hauptsächlich in das Höhenwachstum. Mit etwa 30 Jahren haben sie ihre Endhöhe größtenteils erreicht, nun beginnt das Kronenwachstum. Wie bei vielen Bäumen entspricht auch bei der Walnuss das Wurzelwachstum dem Kronenwachstum, beide haben grob den gleichen Umfang. Dies bedeutet, dass bei einem zu erwartenden Kronenumfang von 20 m der Mindestabstand zu Gebäuden, zu Terrassen oder anderen festen Bauelementen im Garten mindestens 8 - 10 m betragen sollte. Wird dieser Abstand nicht eingehalten, können die Wurzeln Schäden am Mauerwerk verursachen, den Terrassenbelag verschieben oder gepflasterte Wege zu Stolperfallen werden lassen.

Auch an den entsprechenden Platzbedarf für die Krone muss gedacht werden, damit die Äste nicht zu nahe ans Mauerwerk oder Blätter nicht in die Dachrinne gelangen. Sind weitere Obstbäume in der Nähe, muss der Abstand noch großzügiger bemessen werden. 15 m sind hier ideal. So sorgt man dafür, dass jedem Gewächs genügend Nährstoffe bleiben und die Nachbarbäume nicht durch den Wachstumshemmer Juglon beeinträchtigt werden.

Beim Pflanzen auf einem Privatgrundstück sind die Regelungen für Mindestabstände zum Nachbargarten zu beachten, diese fallen je nach dem Bundesland unterschiedlich aus. Oft gilt für veredelte Walnussbäume 4 m, für unveredelte – 8 m. Aber auch diese an sich legale Abstände können einmal zum Nachbarstreit führen, nämlich wenn der Baum seinen Standraum überschreitet. Zwar wächst ein Walnussbaum recht langsam, so dass er eventuell erst in 50 Jahren seine Früchte und Laub auf das Nachbarstück abwirft – doch wozu einen Konflikt an eigene Kinder und Enkelkinder vererben, wenn sich dieser von vornherein vermeiden lässt? Setzen Sie also Ihr Bäumchen, wenn möglich, noch ein Paar Meter weiter vom Zaun weg.

Denken Sie daran, dass ein Walnussbaum erst in 60 bis 80 Jahren mit seinem Wachstum fertig ist. Ein veredelter Baum kann bis zu 80 Jahren alt werden, ein unveredelter lebt sogar doppelt so lange!

Empfohlene Mindestabstände
zu Haus und Mauern: 8-10 Meter
nahe Garage, Carport oder Nebengebäude: 6-8 Meter, die Krone kann über das Dach wachsen
zum nächsten Hochstamm in einer Streuobstwiese: mindestens 10, optimal 15 Meter
zum nächsten Gründstück: 8-10 Meter

Pflanzloch und Pflanzprozedur

Bei jeder Pflanzung ist eine gute Vorbereitung wichtig. Das Pflanzloch für den Baum muss mindestens 50 cm tief sein. Allzu fester Untergrund sollte noch tiefer aufgelockert werden, damit sich vor allem die wichtige Pfahlwurzel rasch ausbreiten kann. Auch die Breite will reichlich bemessen sein, 80 bis 100 cm sind angebracht. Frische Komposterde oder Langzeitdünger stellen die erste Versorgung mit Nährstoffen sicher. Spezieller Wurzeldünger* oder Hornspäne* sind im Fachhandel erhältlich und eignen sich bestens für Walnussbäume.

Steht der Baum gut im Pflanzloch, wird mit hochwertiger Pflanzerde aufgefüllt. Auch der Aushub kann geeignet sein, wenn er humushaltig und mit reifem Kompost gemischt ist. Gründliches Einschwemmen mit Wasser ist beim Pflanzen wichtig. So gelangt die Erde in die Wurzelzwischenräume. Abschließend wird die Erde festgetreten und wieder gewässert. Besonders bei warmer Witterung braucht der Baum in den nächstens Tagen und Wochen reichlich Gießwasser.

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Stützpfahl und Baumschutz für sicheres Anwachsen

Damit der junge Walnussbaum dem raschen Wachstum standhält, ist ein Pfahl zur Stabilisierung wichtig. Er wird am Rande des Pflanzlochs - und am besten noch vor dem Baum - gesetzt. Für diese Aufgabe eignen sich Stützpfähle mit einer Länge von gut 1,5 m. Mindestens 60 cm müssen eingegraben sein, damit er sicher steht und den Baum hält. Beim Kauf ist daran zu denken, dass der Pfahl mehrere Jahre stehen muss, hochwertiges Holz von Robinie oder Eiche ist deshalb ideal.

Als Schutz vor Frostschäden kann in den ersten Jahren ein Weißanstrich* angebracht werden. Darüber hinaus gehender Baumschutz gegen Wild ist nur notwendig, wenn Rotwild in der Nähe ist und ungehinderten Zugang zu den Bäumen hat. Hier können Fegeschäden entstehen. Ein Verbiss durch Hasen und Kaninchen und anderes Wild dagegen ist selten, sie mögen die gerbstoffhaltigen Pflanzenteile nicht.