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Juglans regia

Walnüsse im Korb

Walnüsse ernten, trocknen, lagern und einfrieren

Ende September ist es soweit: Die grüne Fruchthülle platzt und zum Schein kommt sie, die eigentliche Walnuss. Die braune Nuss ist nun reif, schon bald beginnen die Früchte des Walnussbaumes auf den Boden zu fallen. Somit wird die Erntezeit eingeläutet, die noch bis Ende Oktober andauern wird. Für den Gartenbesitzer bedeutet dies: Augen auf und nicht zu faul sein. Sammeln ist angesagt!

Inhaltsverzeichnis

Erntezeit ist Sammelzeit. Walnüsse ernten
Unsere Tipps zum Trocknen von Walnüssen.
Walnüsse lagern – wo und wie?
Walnüsse einfrieren? Kein Problem!

Erntezeit ist Sammelzeit. Walnüsse ernten.

Walnüsse werden nicht gepflückt, sondern vom Boden gesammelt. Daher ist als eine Vorbereitung auf die reiche Ernte das Gras unter einem Walnussbaum im Umkreis von einigen Metern möglichst kurz zu mähen. Dann wird sich keine Walnuss zwischen den Grashalmen verstecken können.

Walnüsse ernten ist nichts für hektische Gemüter, hier heißt es – abwarten und sich in Geduld üben. Sind die Walnüsse reif, fallen sie auf den Boden und werden dort aufgelesen. Nur solche Nüsse, die vom Boden gesammelt wurden, schmecken richtig lecker.

Auch wenn es manchmal schwer fällt, sollen Sie der Versuchung widerstehen, die scheinbar reifen Walnüsse mit einem Stab auf den Boden zu holen. Nein, diese Walnüsse sind noch nicht ganz erntereif, sie brauchen noch ein paar Tage. Mit einer solchen brachialen Beschleunigungsmethode schaden Sie nur dem Baum, was übrigens negative Folgen für die nächste Walnussernte haben wird. Lassen Sie den Nüssen Zeit, Sie werden es definitiv nicht bereuen.

Haben Sie Angst vor frostigen Nächten? Keine Sorge, Minustemperaturen können den Nüssen nichts anhaben. Wohl aber diverse Schädlinge, die gerade in der Erntezeit schnell Überhand nehmen. Daher gilt es: Immer wieder auf eine Sammeltour zum Walnussbaum zu gehen und die Tagesausbeute mit nach Hause zu nehmen.

Sammeln Sie und entsorgen Sie alle beschädigten Walnüsse, so lässt sich ein Parasitenbefall am sichersten vermeiden. Insbesondere an verregneten Tagen, die im Herbst schnell mal zu langen Wochen werden, heißt es - regelmäßig nach den Walnüssen auf dem Boden Ausschau halten. Die Feuchtigkeit tut den Früchten nicht gut, sie dringt unter die Schale ein und begünstigt die Schimmelbildung.

Tipp: Nicht jede Walnuss einsammeln, ein paar liegen lassen. Es gibt unter den Tieren genug Genießer, die sich an den köstlichen Nüssen laben und Ihnen für Ihre Fürsorge danken werden.

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Unsere Tipps zum Trocknen von Walnüssen.

Trocknen von Walnüssen will gelernt werden – so vermeiden Sie die typischen Anfängerfehler:

1) Für die Lagerung und Verwendung eignen sich ausschließlich reife und makellose Nüsse. Sind auf der Schale schwarze Flecken zu sehen oder wirkt die Nuss verschrumpelt, entsorgen Sie diese. Sie ist mit Schädlingen oder Schimmel befallen und daher ungenießbar;

2) Alle Reste von Außenhüllen (Fruchthüllen) sind von der Schale vollständig zu entfernen, zum Beispiel durch Abbürsten. Beginnt die Fruchthülle zu faulen, droht sich die Fäulnis auf die Schale und später auf den Kern auszubreiten. Tipp: Bei dieser Tätigkeit am liebsten Handschuhe* tragen, ansonsten verfärben sich die Finger braun. Diese Farbe ist leider sehr hartnäckig;

3) Für alle Hygienefreaks: Waschen Sie bitte die Walnüsse nicht, sondern reiben Sie den Schmutz mit einer Bürste weg und trocknen Sie die Nüsse, wenn nötig, mit Küchentüchern oder Krepp ab;

4) Zum Trocknen von Walnüssen eignet sich jeder beheizter Raum, am liebsten einer, wo konstante Temperaturen herrschen. Haben Sie für die Nüsse in Ihrem Heizungsraum Platz? Oder vielleicht auf einem beheizten Dachboden? Überall dort, wo es warm und trocken ist und wo die Nüsse nicht stören, können sie zum Trocknen ausgelegt werden. Tipp: Lufttemperaturen über 28°C tun den Nüssen nicht gut, optimal sind zwischen 22°C und 25°C;

5) Als Unterlage eignet sich ein Baumwoll- oder Leinentuch oder zum Beispiel ein Holzrahmen mit einem darauf gespannten Netz. Wenn Sie handwerklich begabt sind, können Sie mehrere solche Rahmen anfertigen und diese auf einander stapeln. So sparen Sie viel Platz;

6) Wichtig ist, dass die Walnüsse nie übereinander liegen und auch einander nicht berühren. So sind sie von allen Seiten von der Luft umgeben und trocknen gleichmäßig. Tipp: Nehmen Sie sich etwas Zeit und wenden Sie die Nüsse alle zwei bis drei Tage. Nüsse werden dann wirklich rundum zufrieden sein;

7) Trocknungszeit liegt je nach der Restfeuchte zwischen 4 und 6 Wochen. Es ist notwendig, dass die Nüsse vor dem Lagern gut getrocknet sind, sonst drohen sie zu verschimmeln.

Bitte keine Experimente! Walnüsse nicht im Backofen trocknen!

Unsere Zeit ist eine hektische und vom technischen Fortschritt geprägte Zeit. In der Tat versuchten bereits einige erfinderische Gärtner, die Walnüsse nicht nur in einem Backofen, sondern sogar in einem Wäschetrockner zeitsparend zu trocknen. Leider sind diese Experimente bisher misslungen. Warum? Weil die Nüsse sich als wärmeempfindlich erwiesen. Temperaturen über 28°C vertragen sie nicht so gut, der Kern neigt dazu, schnell ranzig zu werden. Also auch beim Trocknen gilt es: Die Natur macht's. Versuchen Sie lieber nichts zu beschleunigen und machen Sie es nach der Art unserer Vorfahren – mit Herz und Verstand und ohne jede Eile.

Walnüsse lagern – wo und wie?

Nicht nur beim Trocknen, sondern auch beim Lagern brauchen Walnüsse, im Unterschied zu den meisten Obst- und Gemüsesorten, Wärme und Trockenheit. Abgefüllt in ein luftdurchlässiges Behältnis*, sei es ein Kartoffelsack oder ein Zwiebelnetz, können die Nüsse bis zu 2 Jahren problemlos gelagert werden. Achtung: Besonders ölige Sorten sind nicht so lange haltbar, innerhalb von 1-1,5 Jahren sind die Nüsse dann zu verbrauchen.

Vor einem ziemlich verbreiteten Fehler möchten wir Sie an dieser Stelle warnen: Lagern Sie die Walnüsse nie in einem Plastiksack oder Beutel. Die Nüsse fangen an zu schwitzen, es kommt – leider ziemlich schnell – zum Pilzbefall. Übrigens: Essen Sie keine verdorbenen, vom Schimmel befallenen Walnüsse, das kann lebensgefährlich sein!

Und so erhalten Sie die Qualität der Rohware. Getrocknete Walnüsse in der Schale sind mindestens zwölf Monate lagerfähig, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Die ideale Lagertemperatur liegt bei 10 bis 18° C,
  • Walnüsse sind vor Licht geschützt, insbesondere vor direkter Sonnenbestrahlung,
  • Relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 55 bis 65 %,
  • Die Lagerluft ist rein,
  • Walnüsse werden nicht in der Nähe von geruchsintensiven Lebensmitteln gelagert.

Walnüsse einfrieren? Kein Problem!

Möchten Sie das zeitaufwendige Trocknen vermeiden, können sie die Walnüsse erntefrisch einfrieren. Dazu müssen Sie aber die Nüsse knacken, denn es werden lediglich die Kerne eingefroren.

Viele Gärtner hacken die Walnusskerne vor dem Einfrieren klein, indem sie die Nüsse in ein Küchentuch einwickeln und diese mit einem Nudelholz oder zum Beispiel Steakhammer zerkleinern. Am besten werden die Nüsse anschließend portioniert – zum Beispiel je 200 Gramm, da dies eine Standardmenge bei vielen Rezepten darstellt. Eingefüllt in Gefrierbeutel*, aus denen die Luft nach Möglichkeit ausgepresst wurde, können die Walnüsse extra platzsparend eingefroren werden. Wir empfehlen: Notieren Sie gleich auf dem Gefrierbeutel das Einfrierdatum, denn tiefgekühlte Walnüsse sind im Schnitt nur 1 Jahr lang haltbar.

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