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Juglans regia

Walnuss-Sorten

Die 12 beliebtesten Walnussbaum-Sorten

Walnuss ist immer gleich Walnuss? Von wegen! Die wahren Walnuss-Kenner und Liebhaber wissen: Es existieren Sorten von Walnussbäumen, die sich in ihrem Aussehen, Anforderungen an das Klima und den Boden und – was noch wichtiger ist – im Geschmack ihrer Früchte erheblich von einander unterscheiden. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen die beliebtesten Sorten vorstellen, die allesamt unter den klimatischen Verhältnissen in Deutschland gut gedeihen.

Es handelt sich um in langjähriger Arbeit von Gärtnereien gezielt veredelte Walnussbaum-Sorten, als Unterlage wurde stets die Echte Walnuss, Juglans Regia, genommen. Ein wichtiger Merkmal der meisten hier präsentierten Sorten ist die Fähigkeit zur Selbstbestäubung. Somit können sie als Solitär-Bäume im Hausgarten ohne Weiteres kultiviert werden.

1. Geisenheimer Walnuss (Nr. 26)
2. Moselaner Walnuss (Nr. 120)
3. Weinheimer Walnuss (Nr. 139)
4. Spreewalder Walnuss (Nr. 286)
5. Esterhazy II
6. Weinsberger Walnuss (Weinsberg 1)
7. Rote Donaunuss (Nr. 1239)
8. Kurmarker Walnuss (Nr. 1247)
9. Wunder von Monrepos
10. Seifersdorfer Runde
11. Mars
12. Franquette

1. Geisenheimer Walnuss (Nr. 26)

Diese Walnuss-Sorte stammt aus dem Gebiet Geisenheim am Rhein und gilt als eine der besten und robustesten Sorten in Deutschland. Die Geisenheimer Walnuss eignet sich für langsam abtrocknende Standorte und Höhenlagen bis zu 700 m ü. M. Oft wird diese Sorte als eine hochwertige Veredelungsunterlage benutzt. Diese Walnuss mit der kompakten Krone gehört zu den selbstbestäubenden Sorten und somit als Solitär geeignet, profitiert aber von der Nachbarschaft von weiteren Walnussbäumen anderer Sorten. Die Frucht ist klein, mit einer hellbraunen, fast glatten Schale. Der Ertrag dieser Sorte kann schon nach 2-3 Jahren einsetzen. Die Geisenheimer Walnuss gilt als eine besonders schmackhafte Sorte und bringt regelmässig gute Erträge. Die Blütezeit liegt vergleichsweise spät, fast immer nach den Eisheiligen, so dass es keine Gefahr durch Frostschäden entsteht. Die Erntezeit ist zwischen Ende September und Anfang Oktober.

Geisenheimer Walnuss im Überblick:

  • Kleinkronige Sorte,
  • Standortbedarf von 60 bis 80 m²,
  • Beständig gegenüber Krankheiten,
  • Gedeiht überall in Deutschland,
  • Keine zu trockene Standorte!
  • Treibt spät aus,
  • Leckere Frucht, regelmässige Erträge auf gutem Niveau,
  • Selbstbestäuber, als Einzelbaum geeignet.

2. Moselaner Walnuss (Nr. 120)

Diese Walnuss-Sorte wurde im Raum Mosel gezüchtet und gehört zu den stark wachsenden Bäumen mit einer ausladenden Krone. Die Moselaner Walnuss ist auf Fremdbestäubung angewiesen und daher als Einzelbaum nicht geeignet. Der Baum treibt relativ spät aus, so dass Spätfrost für diese Sorte keine Gefahr darstellt. Die Moselaner Walnuss zieht luftige Standorte vor, was die Blattbräune vorbeugt. Der Baum kommt mit trockenen Lagen gut zurecht und gedeiht bis zur Höhe von 800 m ü. M. Stickstoffreiche Böden machen den Baum überempfindlich gegenüber Winterfrost. Diese Walnuss-Sorte bringt regelmässig gute Ernten, die Früchte sind gross, und haben eine ovale Form. Die Erntezeit liegt zwischen Ende September und Anfang Oktober.

Moselaner Walnuss im Überblick:

  • Stark wachsender, effektvoller Baum,
  • Standortbedarf von 100 bis 120 m²,
  • Unempfindlich gegenüber Spätfrost,
  • Gedeiht auch in trockenen Lagen,
  • Stickstoffreiche Böden problematisch,
  • Empfindlich gegen Marssonina und Bakterienbrand,
  • Luftige Standorte sind vorzuziehen,
  • Grosse Früchte mit angenehmem Geschmack,
  • Ausgeglichene Ernten,
  • Moseler Walnuss ist auf Fremdbestäubung angewiesen, als Solitär nur dann geeignet, wenn sich in der näheren Umgebung andere Walnussbäume befinden.

3. Weinheimer Walnuss (Nr. 139)

Diese Walnuss-Sorte stammt aus der Stadt Weinheim an der Bergstrasse. Die Weinheimer Walnuss gehört zu den mittelstark- bis stark wachsenden Bäumen und treibt spät aus. Relativ unempfindlich gegenüber dem Spätfrost, ist diese Walnussbaum-Sorte für die Marssonina-Blattfleckenkrankheit anfällig. Lang andauerndes regenreiches Wetter kann den Verlauf der Krankheit verschlimmern. Hinsichtlich der Bodenqualität ist die Weinheimer Walnuss ziemlich anspruchslos und gibt sich sowohl mit schweren lehmigen, als auch mit trockenen und sandigen Böden zufrieden. Die Erträge sind regelmässig und gut, die Erntezeit liegt in der zweiten Septemberhälfte. Die Nuss selbst ist mittelgross, hell und glattschalig. Die Früchte überzeugen mit gutem Geschmack. Die Weinheimer Walnuss gehört zu den Selbstbefruchtern und kann daher als ein Solitär-Baum kultiviert werden.

Weinheimer Walnuss im Überblick:

  • Mittelstark- bis stark wachsend,
  • Standortbedarf von 70 bis 80 m²,
  • Spät austreibend,
  • Empfindlich gegenüber Blattfleckenkrankheit Marssonina,
  • Kommt mit lehmigen und sandigen Böden gleich gut zurecht,
  • Gute Erträge, leckere Frucht,
  • Selbstbefruchter, als Einzelbaum geeignet.

4. Spreewalder Walnuss (Nr. 286)

Diese Walnussbaum-Sorte gehört zu den mittelstark wachsenden Bäumen und bildet eine kugelförmige Krone. Die Spreewalder Walnuss treibt früh aus, was sie gegenüber von Spätfrost empfindlich macht. Auf guten Böden ist der Baum auch frühfrost-gefährdet, weil die Triebe relativ spät verholzen. Problematisch ist ausserdem die Anfälligkeit für Blattfleckenkrankheiten. Zu den Vorteilen der Spreewalder Walnuss zählen die reichen und regelmässigen Erträge und sehr guter Geschmack. Wichtig zu wissen ist, dass die Nüsse für eine lange Lagerung nicht geeignet sind, da sie ihren Geschmack verlieren. Die Spreewalder Walnuss ist ein Selbstbestäuber, so dass für die Bildung der Früchte keine weiteren Walnuss-Bäume in der näheren Umgebung notwendig sind. Die Erntezeit liegt im September.

Spreewalder Walnuss im Überblick:

  • Mittelgrosser Baum mit einer kugelförmigen Krone,
  • Standortbedarf von 70 bis 80 m²,
  • Früh austreibend, empfindlich gegenüber Spätfrost,
  • Anfällig für Marssonina Blattfleckenkrankheit,
  • Hinsichtlich der Lage und Bodenqualität anspruchslos,
  • Reiche Erträge, leckere Früchte,
  • Kerne relativ ölig, daher verminderte Lagerfähigkeit,
  • Selbstbestäuber, als Solitärbaum geeignet.

5. Esterhazy II

Diese Walnussbaum-Sorte stammt aus Ungarn, ist aber in Deutschland weit verbreitet. Die Esterhazy-Walnuss ist mittelstark wachsend und bildet eine breite Krone. Diese Sorte verträgt trockene Böden, mit sehr feuchten Böden kommt sie dagegen nicht gut zurecht. Da diese Walnuss ziemlich früh austreibt, ist sie für spätfrostfreie Lagen optimal geeignet. Esterhazy II ist für die Blattfleckenkrankheit Marssonina anfällig. Die mittellgrosse bis grosse Frucht, die Ende September bis Anfang Oktober geerntet wird, begeistert mit ausgezeichnetem Geschmack. Wenn der Standort stimmt, bringt diese Walnussbaum-Sorte regelmässig gute bis sehr gute Erträge. Esterhazy II ist eine selbstbefruchtende Walnussbaum-Sorte und deswegen als ein Einzelbaum problemlos geeignet.

Esterhazy II im Überblick:

  • Mittelstarker Wuchs, ausladende Krone,
  • Standortbedarf von 80 bis 100 m²,
  • Zuverlässige Befruchtung,
  • Ertragseintritt bereits nach 3-5 Jahren,
  • Gedeiht auch auf trockenen Standorten,
  • Nicht geeignet für sehr feuchte Standorte,
  • Optimal für warme Lagen ohne Spätfrost,
  • Hervorragender Geschmack, eine der köstlichsten Walnuss-Sorten,
  • Reiche Erträge,
  • Selbstbefruchter, daher als Solitär optimal.

6. Weinsberger Walnuss (Weinsberg 1)

Diese Walnussbaum-Sorte stammt aus Weinsberg in Baden-Württemberg. Die Weinsberger Walnuss ist schwach bis mittelstark wachsend und bildet eine vergleichsweise kleine Krone. Da der Baum recht früh austreibt, ist er gegenüber Spätfrost empfindlich und eignet sich daher optimal für warme Lagen. In einer ungünstigen Lage kann es dazu kommen, dass die Nuss im Kroneninneren nicht gänzlich ausreift. Als ein Plantagen-Baum neigt die Weinbsberger Walnuss zur Anfälligkeit für Marssonina (Blattfleckenkrankheit) und dem Bakterienbrand, als Solitär ist der Baum viel weniger gefährdet. Die Nüsse sind gross und zeichnen sich durch einen guten Geschmack aus, die Erntezeit liegt zwischen dem Ende September und Anfang Oktober. Die Weinsheimer Walnuss ist selbstbefruchtend und als Solitär optimal.

Weinsberger Walnuss im Überblick:

  • Relativ klein bleibender Baum / kleinwüchsige Sorte,
  • Kronendurchmesser 7 – 8 m,
  • Standortbedarf von 50 bis 70 m²,
  • Ideal für die Lagen ohne Spätfrost,
  • Als Solitär-Baum resistent gegenüber Blattfleckenkrankheit und Bakterienbrand,
  • Grosse Nüsse mit ausgezeichnetem Geschmack,
  • Gute Erträge,
  • Selbstbefruchter, als Einzelbaum geeignet.

7. Rote Donaunuss (Nr. 1239)

Die Rote Donaunuss stammt vermutlich aus Ybbs an der Donau und zeichnet sich durch die auffällige rote Kernhaut aus. Der Baum ist mittelstark wachsend und bildet eine breite Krone. Da die Rote Donaunuss früh austreibt, ist diese Sorte durch den Spätfrost gefährdet und gedeiht am besten in den warmen Lagen. Gegenüber Marssonina (Blattfleckenkrankheit) ist diese Walnussbaum-Sorte relativ empfindlich, Anpflanzen in einem Weinbaugebiet reduziert die Ansteckungsgefahr. Die Nüsse sind mittelgross, die Erträge reich und regelmässig. Die Frucht schmeckt hervorragend und wirkt dank der ungewöhnlichen roten Farbe sehr dekorativ. Nicht zufällig ist die Rote Donaunuss bei Konditoren besonders beliebt.

Rote Donaunuss im Überblick:

  • Mittelgrosser Baum mit einer ausladenden Krone,
  • Standortbedarf von 70 bis 80 m²,
  • Empfindlich gegenüber Spätfrost und Blattfleckenkrankheit,
  • Mittelgrosse schmackhafte Früchte,
  • Reiche und regelmässige Erträge,
  • Originelle Optik dank der roten Kernschale,
  • Selbstbefruchtend und insofern für Einzelkultur geeignet.

8. Kurmarker Walnuss (Nr. 1247)

Diese Walnussbaum-Sorte stammt aus Mehlen bei Frost in der Kurmark und gehört zu den starkwüchsigen Bäumen mit einer recht breiten Krone. Die Kurmarker Walnuss zieht humose, lehmige Böden den trockenen Lagen vor. Da diese Walnuss-Sorte extrem winterhart ist und Temperaturen bis -25°C verträgt, ist sie u.a. für die höheren Lagen gut geeignet. Problematisch ist dagegen die Empfindlichkeit gegenüber von Spätfrost, da die Kurmarker Walnuss vergleichsweise früh austreibt. Dagegen ist diese Walnussbaum-Sorte weitgehend resistent gegen die Blattfleckenkrankheit und den Bakterienbrand. An günstigen Standorten bringt diese Sorte gute Erträge, die grossen Früchte zeichnen sich durch einen hervorragenden Geschmack aus. Die Nüsse mit einer hellen glatten Schale werden zwischen Mitte und Ende September geerntet und können bis zu einem Jahr lang gelagert werden. Die Kurmarker Walnuss ist ein Selbstbestäuber.

Kurmarker Walnuss im Überblick:

  • Imposanter Baum mit einer breiten Krone,
  • Standortbedarf mindestens 100 m²,
  • Frostbeständig, für die Lagen mit tiefen Wintertemperaturen optimal,
  • Gedeiht auch an relativ feuchten Standorten,
  • Empfindlich gegenüber Spätfrost,
  • Gute Erträge, leckere Früchte,
  • Selbstbestäuber, daher als Solitär geeignet.

9. Wunder von Monrepos

Wunder von Monrepos gehört zu den neueren Sorten, als Elternteile wurden die Geisenheimer Walnuss Nr. 26 und die Weinsberger Walnuss genommen. Diese Walnussbaum-Sorte gehört zu den anspruchslosen und gegenüber Krankheiten resistenten Kreuzungen. Nicht zufällig ist das Wunder von Monrepos schnell zu einer der beliebtesten Sorte im Europäischen Raum avanciert. Der Baum zeigt einen kräftigen Wuchs und bildet eine pyramidenförmige Krone. Bereits nach wenigen Jahren beginnt das Wunder von Monrepos zu tragen und erfreut den Gärtner mit seinen reichen und regelmässigen Erträgen. Diese Walnussbaum-Sorte treibt spät aus, so dass der Spätfrost keine grosse Gefahr darstellt. Die Nuss ist gross und zeichnet sich durch einen sehr guten, kräftigen Geschmack aus. Die Erntezeit liegt im Oktober.

Wunder von Monrepos im Überblick:

  • Neue, überall in Europa beliebte Sorte,
  • Unempfindlich gegenüber der Blattfleckenkrankheit und dem Bakterienbrand,
  • Stark wachsend, eine wohlgeformte Krone,
  • Gute Erträge, leckere Früchte,
  • Selbstbestäubend, daher als ein Solitär-Baum bestens geeignet.

10. Seifersdorfer Runde

Diese Kreuzung stammt aus Seifersdorf/Dippoldiswalde in der Sächsischen Schweiz. Die Seifersdorfer Runde zeichnet sich durch den mittelstarken Wuchs und eine wohlgeformte runde Krone aus. Die Walnussbaum-Sorte ist anspruchslos und an das mitteleuropäische Klima recht gut angepasst. Gegenüber den verbreiteten Krankheiten (Blattfleckenkrankheit, Bakterienbrand) ist die Seifersdorfer Runde weitgehend resistent. Das einzige Problem ist der frühe Austrieb, der diese Sorte empfindlich gegenüber Spätfrost macht. Die Seifersdorfer Runde ist winterhart und gedeiht sogar in den höheren Lagen. Die Nüsse sind mittelgross, haben eine ovale Form und überzeugen mit ihrem hervorragenden Geschmack. Diese Walnussbaum-Sorte beginnt bereits nach vier bis sechs Jahren zu tragen, die Erträge sind regelmässig reich. Die Erntezeit liegt im September.

Seifersdorfer Runde im Überblick:

  • Anspruchsloser Baum, an die klimatischen Verhältnisse in Deutschland optimal angepasst,
  • Standortbedarf von 65 bis 80 m²,
  • Resistent gegenüber der Marssonina und dem Bakterienbrand,
  • Spätfrost-empfindlich,
  • Mittelgrosse Früchte mit hochwertigem Geschmack,
  • Beginnt bereits nach 4-6 Standjahren zu tragen,
  • Selbstbefruchtend, ideal als ein Solitär-Baum für den Garten.

11. Mars

Diese leckere selbstbefruchtende Sorte stammt aus Zelesice in Südmähren, Tschechien. Am besten gedeiht Mars an einem sonnigen Standort und liebt nährstoffreiche tiefgründige Böden ohne Staunässe. Diese Sorte gilt als besonders widerstandsfähig gegenüber den für die Walnuss typischen Krankheiten. Die Frucht ist strohgelb, recht gross und füllt die Schale gut aus. Der Walnussbaum erfreut den Gärtner mit regelmässigen hohen und sicheren Erträgen. Der angenehme nussige Geschmack wird von den Experten als "gut" bis "sehr gut" beurteilt. Bereits ab dem 3. bis 4. Standjahr können die Nüsse geerntet werden, die Erntezeit ist Mitte September. An das Klima in Deutschland ist Mars sehr gut angepasst und hat mit Frost keine Probleme. Zu empfehlen ist dieser Walnussbaum sogar für höhere Lagen, an warmen Standorten gedeiht der Baum selbstverständlich auch.

Mars im Überblick:

  • Selbstbefruchtend,
  • Unempfindlich gegenüber Spätfrost, daher besonders für Spätfrostlagen zu empfehlen,
  • Winterhart, für etwas höhere Lagen geeignet,
  • Resistent gegenüber Blattfleckenkrankheiten,
  • Reiche, regelmässige Erträge,
  • Mittelgrosse Früchte mit hochwertigem Geschmack,
  • Ertragseintritt bereits nach 3-4 Standjahren,
  • Aufgrund von Blattgesundheit und Wuchsstärke als Solitär gut geeignet.

12. Franquette

Die Franquette ist vor allem in Frankreich allseits beliebt. Es wird vermutet, dass diese Walnussbaum-Sorte zu den ältesten gehört, möglicherweise handelt es sich sogar um die älteste Sorte überhaupt. Diese Walnuss ist selbstbestäubend, da sich die männlichen und weiblichen Blüten ungefähr zur gleichen Zeit öffnen. Der Baum treibt erst im Mai aus, Schäden durch Spätfrost sind deswegen so gut wie ausgeschlossen. Bereits ab dem 3. Standjahr ist mit dem ersten Ertrag zu rechnen, regelmässige hohe Erträge sind aber erst ab dem 7-8. Standjahr zu erwarten.

Franquette gehört zu den eher wärmeliebenden Sorten und gedeiht am besten in den Regionen mit dem klassischen Weinbau-Klima. Ein langer Winter mit anhaltenden Frosttemperaturen schadet dagegen diesem Walnussbaum. Windige Lagen sind indes kein Problem. Resistent gegenüber den meisten Krankheitserregern, bereitet diese Walnuss dem Gärtner kaum Schwierigkeiten. Die grossen Nüsse sind köstlich, schmecken mild, ohne bitteren Nachgeschmack. Die Ernten fallen grosszügig aus – somit ist die Sorte für den heimischen Garten nur zu empfehlen.

Franquette im Überblick:

  • Trägt bereits ab dem 3. Jahr,
  • Langsam wachsende Sorte,
  • Widerstandsfähig gegenüber Spätforst,
  • Grosse leckere Früchte,
  • Selbstfruchtbar,
  • Wenig krankheitsanfällig.

Die Walnuss-Sorten im Überblick/Vergleich

Sorte: Geisenheimer Walnuss
(Nr.26)
Moselaner Walnuss
(Nr.120)
Weinheimer Walnuss
(Nr.139)
Spreewalder Walnuss
(Nr.286)
Herkunft: Geisenheim im Rheingau
(Deutschland)
Güls an der Mosel
(Deutschland)
Weinheim an der Bergstrasse
(Deutschland)
Straupitz im Spreewald
(Deutschland)
Baum: spät austreibend, Wuchs: schwach bis mittelstark mittelspät bis spät austreibend, sehr starkwüchsig mittelfrüh bis mittelspät austreibend, mittel- bis starkwachsend mittelfrüh bis spät austreibend, Wuchs mittel, gute Winterfrosthärte
Krone: klein, locker breit, rund, locker dicht, breit, eiförmig, geschlossen kugelförmig und mitteldicht
Blüte: spät, in der Regel nach Eisheiligen relativ spät mittelspät, männliche Blüten kurz vor weiblichen früh bis mittelfrüh, männliche Blüten vor weiblichen
Selbstfruchtbar? ja nein, auf Fremdbefruchtung angewiesen ja ja
Spätfrostgefährdet? gering gering gering ja
Fruchtstand: meist 2-3 Früchte, vereinzelt in Trauben 1-3 Früchte meist 2 – 3, manchmal traubenförmig bis 15 Früchte vorwiegend 2-3 Früchte je Ansatz
Krankheitsanfälligkeit: sehr robust, praktisch resistent je nach Witterung und Standort kaum bis sehr empfindlich mittlere Anfälligkeit sehr hoch gegenüber Marssonina
Häufige Krankheiten: - Marssonina, Bakterienbrand Marssonina Marssonina
Nuss: klein bis mittelgross, eiförmig mittelgross bis gross, breit-eiförmig, goldgelbe Kerne, ganz gefüllt mittelgross, eiförmig, relativ helle Kerne mit deutlicher Maserung mittelgross, oval, helle Nuss, helle Kerne, mehr als 2/3 bis ganz gefüllt, relativ ölig, daher verminderte Lagerfähigkeit.
Nussgrösse:
(Durchschnittswerte)
ca. 34 mm hoch,
ca. 24 mm breit
ca. 45 mm hoch,
ca. 35 mm breit
ca. 36 mm hoch,
ca. 32 mm breit
ca. 38 mm hoch,
ca. 29 mm breit
Kernanteil: 41%-47% 49% 44% 44%
1 kg trockene Nüsse: 91 Stk 83 Stk 87 Stk 87 Stk
Schale: hell, glatt, mitteldick, Naht gut geschlossen, vollkernig, relativ schwer knackbar, gut auskernbar dünn bis mittelstark, ungleichmässig rauh, teilweise schwer knackbar, mittel auskernbar hell, glatt, mit gutem Nahtschluss, vollkernig, gut knack- und auskernbar glatt, leicht gefurcht, guter Nahtschluss
Erntezeitpunkt: Ende September / Anfang Oktober Ende September / Anfang Oktober zweite Septemberhälfte Anfang bis Ende September
Ertrag: schwach bis gut, regelmässig setzt spät ein, dann aber regelmässig hoch regelmässig hoch regelmässig hoch, alljährlich, trägt zuverlässig
Ertragseintritt nach: ca. 2-3 Jahren ca. 3-4 Jahren ca. 3-5 Jahren ca. 3-4 Jahren
Geschmack: sehr gut sehr gut gut bis sehr gut sehr gut
Platzbedarf: 60-80 m² 100-120 m² 70-80 m² 70-80 m²
Besonderheit: kann als Einzelbaum gepflanzt werden; eignet sich gut für Hausgärten, aber auch für spätfrostgefährdete Standorte anspruchslos, praktisch für alle Lagen geeignet; in Grösse und Form sehr ansprechend - verlangt Pflanzabstand zwischen 10x10 und 12x12 m; verträgt auch trockenere Böden gut für Hausgärten; nur in feuchten Jahren Probleme; trotz des späten Austriebs reifen die Fruchte sehr früh; hellschaligste Walnuss im deutschen Sortenspektrum gedeiht sowohl in Gebirgslagen als auch auf relativ armen und trockenen Stadorten

Lubera - lustvoll gärtnern

Sorte: Esterhazy II Weinsberger Walnuss
(Weinsberg 1)
Rote Donaunuss
(Nr. 1239)
Kurmarker Walnuss
(Nr. 1247)
Herkunft: Fertöd
(Ungarn)
Weinsberg / Baden-Württemberg
(Deutschland)
Ybbs an der Donau
(Österreich)
Mehlen bei Frost / Kurmarkt
(Deutschland)
Baum: sehr früh austreibend, mittelstark wachsend mittelfrüh austreibend, schwache bis mittlere Wuchskraft früh austreibend, mittel- bis starkwachsend. Ab dem 2. oder 3. Standjahr starkwachsend, bis etwa 7 m Höhe. mittel- bis starkwüchsig, äusserst winterhart und bekommt nur selten Frostschäden
Krone: breit, halbkugelförmig, etwas auseinanderstrebend klein, aufgelockert gross gross und äusserst breit
Blüte: mittelfrüh, männliche und weibliche Blüten blühen gleichzeitig, zuverlässige Befruchtung mittelspät mittelspät früh bis mittelfrüh
Selbstfruchtbar? ja ja ja ja
Spätfrostgefährdet? stark hoch möglich sehr hoch
Fruchtstand: meist einzeln, gelegentlich auch mehrere Früchte 2-3 Früchte, zum Teil traubenförmiger Ansatz meist einzeln stehende Nüsse meist zwei Früchte je Ansatz
Krankheitsanfälligkeit: leicht empfindlich gegen Marssonina, leichte Toleranz gegenüber Nussfrucht-Fliege empfindlich anfällig auf Bakterienkrankheiten äusserst unempfindlich gegenüber Blattkrankheiten, wenig anfällig auf Marssonina
Häufige Krankheiten: Marssonina Marssonina, Bakterienbrand Marssonina Marssonina
Nuss: mittelgross bis gross, eiförmig mit deutlich hervortretender Spitze; Kerne sind hell/strohgelb mit ganz leichter Maserung gross bis sehr gross klein bis mittelgross, länglich-oval, sehr regelmässig gebaut, Spitze wenig vorgezogen mittelgross bis gross, langoval und mit einer deutlichen Spitze, gleichmässig gebaut
Nussgrösse:
(Durchschnittswerte)
ca. 45 mm hoch,
ca. 37 mm breit
ca. 48 mm hoch,
ca. 32 mm breit
ca. 38 mm hoch,
ca. 30 mm breit
ca. 45 mm hoch,
ca. 33 mm breit
Kernanteil: 45%-49% 46% 45% 44%
1 kg trockene Nüsse: 84 Stk 77 Stk 89 Stk 91 Stk
Schale: dünn bis mittelmässig dick, aber fest geschlossen, relativ glatt, vollkernig, mit Nussknacker gut zu öffnen, gut auskernbar, zimtbraune Farbe dünn, wenig gefurcht leicht bis stark gefurcht, leicht zu öffnen glatt, dünn, hellbraun; die Naht nur wenig ausgeprägt
Erntezeitpunkt: Ende September bis Anfang Oktober Ende September bis Anfang Oktober Ende September Mitte bis Ende September
Ertrag: in Jahren ohne Spätfrost und geeigneten Standorten gute bis sehr gute Erträge gut, früher Ertragsbeginn regelmässig und reich gut, auch bei ungünstigem Wetter
Ertragseintritt nach: ca. 3-5 Jahren ca. 3-4 Jahren ca. 2-4 Jahren ca. 3-4 Jahren
Geschmack: wohlschmeckend wohlschmeckend hervorragend sehr gut
Platzbedarf: 80-100 m² 50-70 m² 70-80 m² mindestens 100 m²,
optimal 140 m²
Besonderheit: Wegen Breitkronigkeit relativ grosser Standortbedarf. Die Sorte wächst auch auf trockenen Böden, ist eine der wohlschmeckendsten Walnuss-Sorten. Nicht für sehr feuchte Böden geeignet. Eine der besten Sorten für warme Lagen. kleinkronigste Sorte, Kronendurchmesser 7 – 8 m; etwas schwächer im Wuchs rote Kernhaut; kleinere Frucht grosse Bedeutung für die Holzgewinnung; gedeiht auch gut in Regionen mit höhen Niederschlägen; winterhart bis zu -25°C. Die Sorte kann eine Wuchshöhe von bis zu 25 Metern erreichen. Die Wuchsbreite erreicht zwischen 7 und 10 Metern. Somit ist es notwendig, ihr genügend Platz zur Verfügung zu stellen

Baumschule Horstmann/Laubgehölze

Sorte: Wunder von Monrepos Seifersdorfer Runde Mars Franquette
Herkunft: Geisenheim / Rheingau
(Deutschland)
Dresden-Pillnitz
(Deutschland)
Zelesice, Brünn
(Tschechien)
Isère / Rhône-Alpes
(Frankreich)
Baum: spätaustreibend, insgesamt vital und klimatisch robust, starke Wuchskraft früh bis mittel austreibend, spätaustreibend, frosthart spätaustreibend
Krone: kräftig, breitpyramidal kräftig, hochpyramidal, im unteren Bereich herabhängende Äste breit, mitteldicht locker-oval, offen, breit aufragend
Blüte: sehr spät mittefrüh, in Höhenlagen treibt verspätet, reift aber dennoch rechtzeitig aus; männliche und weibliche Blüten fast gleichzeitig mittelfrüh bis spät, männliche und weibliche Blüten blühen gleichzeitig spät, männliche und weibliche Blüten blühen gleichzeitig
Selbstfruchtbar? ja ja ja ja
Spätfrostgefährdet? gering hoch im Flachland, gering in mittelhohen bis hohen Lagen gering wenig
Fruchtstand: büschelförmig, im Durchschnitt drei Früchte/Stand 2-3 Früchte, zum Teil traubenförmiger Ansatz 2-3 Früchte k.A.
Krankheitsanfälligkeit: resistent gegen Bakterienbrand und Marssonina widerstandsfähig gegen Krankheiten gute Resistenz gegen Blattkrankheiten resistent gegen Marssonina, wenig anfällig gegen Backterienbrand.
Häufige Krankheiten: - - - -
Nuss: gross, eiförmig, sehr gleichmässig und glatt; Spitze klein, wenig hervortretend mittelgross, kugelig bis leicht oval, vollkernig gross bis mittelgross, oval, und füllt die Schale gut aus kugelförmig, mittelgross bis gross
Nussgrösse:
(Durchschnittswerte)
ca. 46 mm hoch,
ca. 31 mm breit
ca. 37 mm hoch,
ca. 33 mm breit
ca. 43 mm hoch,
ca. 37 mm breit
ca. 45 mm hoch,
ca. 35 mm breit
Kernanteil: 48% 47%-50% 45%-49% 43%-48%
1 kg trockene Nüsse: 80 Stk k.A. k.A. 103 Stk
Schale: Schale mitteldick, fest, glatt, wenig gefurcht, Naht deutlich, gut geschlossen, trotzdem leicht zu öffnen glatt, dünn, fest, leicht knackbar, leicht auskernbar dünnschalig, strohgelbe Frucht, Kern löst hervorragend, leicht zu knacken dünnschalig, vollkernig
Erntezeitpunkt: Oktober Ende September / Anfang Oktober ab Mitte September Ende September / Anfang Oktober
Ertrag: sehr reich und regelmässig. Späte Fruchtreife. gut bis sehr gut, regelmässig hoch, sicher und regelmässig gut bis sehr gut und regelmässig, früh einsetzend
Ertragseintritt nach: ca. 2-3 Jahren ca. 4-6 Jahren ca. 3-4 Jahren ca. 3-5 Jahren
Geschmack: sehr gut, kräftig nussig gut und kräftig nussig gut bis sehr gut wohlschmeckend, mild, ohne bitteren Nachgeschmack
Platzbedarf: k.A. 65-80 m² k.A. k.A.
Besonderheit: Neuzüchtung von 1983, entstanden aus Kreuzung der Sorten Weinsberg 1 x Geisenheim Nr. 26. Trägt schon nach wenigen Jahren; widerstandsfähig gegen Krankheiten für Höhenlagen bis 800m geeignet; bietet sich durch hochstrebende Wuchsform für engere Pflanzung mit ca. 8 x 8 m Pflanzdistanz wie auch für die Forstwirtschaft an; stellt keine hohen Ansprüche an Boden. sehr edle Sorte für kühle höhere und günstig warmen Lagen; gut bewährte frostwiderstandsfähige regelmässig fruchtbare Sorte kann bis zu 15 m breit werden; langsam wachsende Pflanze. In der Regel wächst sie 25 – 35 cm pro Jahr

Alle Angaben ohne Gewähr.

Bilder-Quellen: Amazon-Partnerprogramm, Baumschule Horstmann

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Quellenangaben und weiterführende Links
  1. Walnusssorten International | fructus.ch
  2. Sortenratgeber | walnussveredlung.de
  3. Wunder von Monrepos | Hochschule Geisenheim