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Juglans regia

Walnussbaum in einem MohnfeldWalnussbaum in einem Mohnfeld

Walnussbaum-FAQ - häufig gestellte Fragen zum Thema Walnuss

1. Ist die Echte Walnuss (Juglans regia) in Europa heimisch?

Nein, eigentlich nicht. Dieser Baum ist in Vorder- und Zentralasien zu Hause. Auf einem gigantischen Gebiet zwischen dem Himalaya-Gebirge im Osten und Syrien im Westen, zwischen dem zentralasiatischen Staat Kirgistan im Norden und dem Persischen Golf im Süden ist die Echte Walnuss anzutreffen.

Interessanterweise vermuten die Wissenschaftler aufgrund von umfassenden genetischen Analysen des weltweiten Baumbestandes, dass die Urheimat der Walnuss in Kirgistan liegt. Hier, am Fuße des Tienschan-Gebirges, wächst der weltweit einzige und letzte natürliche Walnusswald. Seine Fläche beträgt heute rund 30 Tausend Hektar, der Walnusswald gilt als stark gefährdet. Neben den illegalen Holzfällern ist die unkontrollierte Ausbreitung der Weidewirtschaft die größte Gefahr für diesen einzigartigen Wald.

Im warmen Tertiär , als auf dem ganzen Planeten ein besonders mildes Klima herrschte, breitete sich die Walnuss bis weit nach Norden aus. Sogar in Grönland wurden versteinerte Baumstämme entdeckt. Die Gletscher der Eiszeit vertrieben den wärmeliebenden Baum vom europäischen Kontinent. Erst in der Römischen Antike kehrte die Walnuss, von den Legionären als eine der Trophäen von ihren Eroberungszügen gebracht, nach Europa zurück. Seit dieser Zeit ist der Walnussbaum auch auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands zu treffen.

Übrigens ist nicht nur anhand der komplizierten Genanalyse, sondern auch aufgrund von einigen typischen Merkmalen festzustellen, dass unsere Walnuss eigentlich aus den subtropischen und tropischen Regionen stammt:

  • Der Baum reagiert empfindlich auf Früh- und Spätfrost;
  • Die Walnuss blüht bevor sie Blätter austreibt;
  • Der Blattaustrieb liegt vergleichsweise spät;
  • Die Knospen bilden sich im Hochsommer (Juli) und sind relativ schwach geschützt;
  • Die Fiederblätter der Walnuss bilden die sogenannten Träufelspitzen, welche die Feuchtigkeit (Regen oder Nebel) ableiten. Dieses Merkmal ist für Gewächse aus den Regionen mit starken Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit charakteristisch.

2. Wie groß wird der Walnussbaum?

Die Höhe des Baumstammes und die Breite der Krone hängen stark von der konkreten Walnussbaumsorte ab. Eine Echte Walnuss kann bei günstigen Bedingungen riesig werden. Stolze 25 Meter hoch mit dem Durchmesser der Krone bis zu 15 Metern – so gewaltig präsentiert sich manchmal ein Walnussbaum. Im Schnitt erreicht seine Krone zwischen 10 und 12 Metern im Durchmesser. Berücksichtigen Sie bitte diese Angaben, bevor Sie auf Ihrem Grundstück eine Walnuss pflanzen. Das zunächst etwas schmächtige Bäumchen braucht mindestens eine Fläche von 8 x 8 Metern, am besten ist sogar ein Quadrat mit der Seite von ganzen 10 Metern für den Baum einzuplanen.

Eine gute Nachricht: Die Walnuss lässt sich problemlos stutzen und sogar recht stark zurückschneiden. Sobald Sie ein Gefühl haben, dass Ihnen der herrliche Baum einfach zu groß geworden ist, haben sie keine Angst, ihn in seine Schranken zu weisen. Dann genießen Sie ein paar Jahre Ruhe, bevor Sie wieder zur Gartenschere und Säge greifen müssen. Achten Sie bitte darauf, dass die Krone möglichst gleichmäßig geschnitten wird, das ist neben den optischen Gründen auch für den Schutz gegen den Windbruch wichtig.

Im letzten Jahrhundert wurden mehrere Sorten gezüchtet, die sich durch einen langsamen Wuchs auszeichnen und eine nicht zu breite Krone besitzen. Die Beschreibung von den beliebtesten dieser Walnussbaumsorten finden Sie hier.

3. Wie alt wird der Walnussbaum?

Die Echte Walnuss (Juglans regia) wird in der Regel rund 150 Jahre alt. Bei günstigen Bedingungen kann ein Walnussbaum sogar ein wahrlich biblisches Alter von 300 Jahren erreichen. Veredelte Sorten sind etwas kurzlebiger und werden selten über 100 Jahre alt.

4. Unser Wahlnussbaum blüht prächtig, trägt aber kaum Früchte. Woran könnte das liegen?

Vermutlich liegt es an der Bestäubung oder besser gesagt, an der fehlenden Bestäubung. Die Echte Walnuss ist einhäusig, sodass sich die weiblichen und männlichen Blüten auf der gleichen Pflanze befinden. Problematisch ist indes, dass die männlichen Blüten, die sogenannten Kätzchen, nicht gleichzeitig mit den weiblichen blühen. Zuerst – manchmal sogar vier Wochen früher – sind die Kätzchen zu sehen, erst viel später öffnen sich die schlicht-weißen weiblichen Blüten. Daher ist der Walnussbaum in vielen Fällen auf Fremdbestäubung angewiesen.

Grundsätzlich spricht freilich nichts dagegen, dass die männlichen Blüten die weiblichen Blüten von demselben Baum bestäuben. Wenn es nicht klappt, dann genau wegen dieser Eigenschaft, dass die Kätzchen und die weiblichen Blüten zu unterschiedlicher Zeit reif werden. Interessanterweise variieren die Blütezeiten von Jahr zu Jahr. War der Winter lang und hart, öffnen sich die männlichen Blüten später. Das Gleiche passiert, wenn sich der Frühling verspätet. Die Verschiebung kann dabei einige Wochen betragen. Dann überschneiden sich die Blütezeiten der beiden Blüten.

Nicht nur der Startpunkt, sondern auch die Dauer der Blütezeit hängen von der Witterung ab. Herrschen zum Zeitpunkt der Blüte warme und sogar heiße Temperaturen, verkürzt sich die Blütezeit auf nur wenige Tage. Nass-kaltes Wetter verlängert die Blütezeit auf mehrere Wochen. Bis zu einem Monat lang blühen dann manchmal die Walnussbäume.

Bei der Kultivierung von neuen Sorten wird hoher Wert darauf gelegt, die Überschneidung zwischen den Blütezeiten der weiblichen und männlichen Blüten zu minimieren. Erreicht wurde bereits, dass bei den Neuzüchtungen die Selbstbestäubung in der Regel problemlos funktioniert. Mehr noch, mehrere Neuzüchtungen besitzen die Fähigkeit, sogar ohne Befruchtung die Früchte zu bilden.

Genau deshalb ist es empfehlenswert, ausschließlich veredelte Walnusssorten zu erwerben und zu pflanzen. Nur so erzielen Sie regelmäßige, hohe Erträge, wogegen die aus den Walnüssen gezogenen Sämlinge den Gärtner mit häufigen Ernteausfällen ärgern.

Tipp: Haben Sie genug Platz für zwei oder sogar mehr Walnussbäume, pflanzen Sie unbedingt unterschiedliche Sorten. Dadurch erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass alle weiblichen Blüten befruchtet werden und steigern Ihre Erträge.

5. Wie schnell wächst ein Walnussbaum?

Geht es um einen Sämling, wundern Sie sich bitte nicht, dass das Bäumchen im ersten Jahr fast gar nicht wächst. Auch in seinem zweiten Lebensjahr wird die Walnuss kaum größer. Doch dann legt der Baum so richtig los. Ein oder gar zwei Meter jährlich sind bei einer jungen Walnuss normal. Handelt es sich um eine der Kultursorten, verhält es sich anders – in diesem Fall ist die Wachstumsrate von der konkreten Sorte abhängig. Manche Sorten, vor allem solche, welche schon früh hohe Erträge bringen, wachsen dafür eher langsam. Eine Wachstumsgeschwindigkeit zwischen 50 und 100 Zentimetern pro Jahr ist für viele Kultursorten typisch.

Bis zum 30. Standjahr wachsen Walnussbäume besonders schnell, danach verlangsamt sich das Wachstum und der Wachstumsverlauf verändert sich: die Krone geht etwas in die Breite. Es beginnt die Hauptphase der Fruchtbildung. Ab einem Alter von 40 Jahren nimmt die Kronenexpansionsfähigkeit ab. Zwischen 70 und 80 Jahren ist das Höhenwachstum abgeschlossen, die Altersphase setzt ein und die Erträge gehen zurück.

6. Wann kann ich mit dem ersten Ertrag rechnen?

Auch hier sind die Unterschiede zwischen den Sämlingen und Kultursorten gravierend. Ein aus der Walnuss gezogener Sämling bringt die erste Ernte höchstwahrscheinlich frühestens in seinem zehnten Standjahr. Nicht auszuschließen ist auch, dass Sie lange 15 Jahre auf die ersten eigenen Walnüsse warten müssen.

Die Kultursorten erfreuen den Gärtner in der Regel schon nach vier bis sechs Jahren mit einem üppigen Ertrag. Doch auch hier haben Sie sich etwas in Geduld zu fassen: Zwei Jahre braucht das Bäumchen, um richtig anzuwachsen, danach kommt die Phase des explosiven Wachstums. Erst darauf ist mit den Erträgen zu rechnen.

Haben Sie keine Lust, jahrelang auf die Walnussernte zu warten? Dann suchen Sie in einer Baumschule oder auch online nach einem kräftigen, jungen Bäumchen mit dem Stammumfang ab 18-20 Zentimetern. Mit etwas Glück genießen Sie schon ein Jahr darauf die ersten Walnüsse aus eigenem Garten.

7. Wie hoch kann der Ertrag eines Walnussbaumes ausfallen?

Grundsätzlich sind die modernen Kultursorten ertragreich, der Ertrag hängt von den Witterungsbedingungen im konkreten Jahr ziemlich stark ab. Vor allem die frühaustreibenden Sorten bereiten dem Gärtner immer wieder Probleme: Für diese Sorten ist Spätfrost die größte Gefahr. Sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, sodass die Blüten erfrieren, kann es sogar passieren, dass die Ernte gänzlich ausfällt. Außerdem beeinflusst die zum Teil problematische Bestäubung die Ernte. Überschneiden sich die Blütezeiten der männlichen und weiblichen Blüten nicht und es gibt in der Nähe keine anderen Walnussbäume mit eventuell anderen Blütezeiten, kommt es im schlimmsten Fall gar nicht zur Bestäubung und daher auch zur Fruchtbildung.

In der wissenschaftlichen Literatur sind einige Angaben zum durchschnittlichen Ertrag der Walnussbäume zu finden, die aus Sämlingen gezogen wurden. Gerhard Friedrich und Werner Schuricht führen in ihrem Werk Nüsse und Quitten* folgende Statistiken auf:

  • 16.-20. Standjahr: 10kg
  • 21.-25. Standjahr: 15kg
  • 26.-35. Standjahr: 25kg
  • 36.-60. Standjahr: 45kg
  • 61.-80. Standjahr: 55kg

In den ersten 15 Jahren sind bei den Walnussbäumen aus Sämlingen keine oder nur magere Ernten zu erwarten.

Ein bekannter Pflanzenzüchter und Forscher Rudolf Metzner [3] beschäftigte sich dagegen vorwiegend mit veredelten Sorten und untersuchte Hunderte Walnussbäume in der Region Weinsberg. Er kommt zu dem Ergebnis, dass bereits ab dem zehnten Standjahr die Erträge bei 30 bis 40 Kilogramm pro Baum liegen. Vollerträge zwischen 40 und 60 Kilogramm sind keine Seltenheit. Walnussbäume "im besten Alter" von rund 40 Jahren bringen stolze 150 Kilogramm Nüsse jährlich. Nicht selten wurden Ernten bis zu 175 Kilogramm pro Baum eingefahren.

8. Ist der Walnussbaum für andere Pflanzen giftig oder schädlich?

Nussschalen, das Wurzelwerk und das abgeworfene Herbstlaub der Walnuss scheiden die an sich ungiftige Substanz Hydrojuglon-Glykosid in den Boden aus. Im Laufe der Zersetzungsprozesse entsteht daraus der Gerbstoff Juglon. Juglon wirkt fungizid (pilztötend), keimtötend und sogar herbizid, also pflanzentötend. Es gilt als erwiesen, dass sich die Anwesenheit von Juglon im Boden negativ auf das Wachstum und unter anderem auf die Wurzelbildung von vielen Pflanzen auswirkt. Im Zuge von mehreren Experimenten wurde entdeckt, dass beim Gießen mit Wasser, das Walnusspulver enthält, die Keimlinge der meisten Pflanzen absterben.

Bemerkenswerterweise besitzt vor allem die sogenannte Schwarzwalnuss (Juglans nigra), eine in Nordamerika beheimatete Walnussbaumart, die obengenannte Eigenschaft. Bei der Echten Walnuss (Juglans regia) ist diese Eigenschaft wesentlich schwächer ausgeprägt. Was auf jeden Fall falsch ist, obwohl manchmal in der Fachliteratur zu lesen, dass die Erde unter einem Walnussbaum ohne jegliche Vegetation bleibt. Richtig wäre die Aussage, dass es in der Regel etwas weniger Pflanzenwachstum als in den umliegenden Flächen zu beobachten ist.

Übrigens wird es dringend empfohlen, das Falllaub zusammen zu harken. Der Grund – auf dem faulenden Laub siedeln sich Pilze und schädliche Bakterien an, sodass es schnell infektiös wird. Wird das Laub nicht regelmäßig entfernt, droht Ihre Walnussbaum zu erkranken.

9. Was kann ich unter einem Walnussbaum pflanzen?

Immer wieder wird in der Fachliteratur behauptet, dass unter einem Walnussbaum gar keine Vegetation möglich ist. Das ist jedoch so nicht richtig. Zwar wirkt der Stoff Juglon auf viele Pflanzen wachstumshemmend, aber bei Weitem nicht auf alle. Übrigens ist der Hauptgrund für das eher spärliche Pflanzenwachstum unter einem Walnussbaum – und überhaupt unter den meisten Bäumen – nicht irgendeine besondere Substanz, sondern eher der Wassermangel, denn die Wurzeln eines kräftigen Baumes saugen die Feuchtigkeit aus dem Boden ab. Auch die schattige Baumkrone hemmt die Entwicklung von vielen Pflanzen.

Möchten Sie die Fläche unter Ihrem Walnussbaum etwas mehr begrünen? Dann tun Sie folgendes:

  1. Regelmäßig gießen
  2. Düngen
  3. Falllaub wegräumen

Wenn Sie die genannten drei Dinge konsequent tun, werden unter anderem solche Gewächse Sie mit prächtigem Wachstum erfreuen, wie:

Im Frühling wird die Fläche unter jungem Walnussbaum in bunten Farben erblühen, wenn Sie bereits im Herbst einige Krokus- oder zum Beispiel Tulpenzwiebeln hier setzen. Eine gepflegte Rasenfläche unter der Walnuss? Ebenfalls kein Problem, der Rasen braucht lediglich etwas mehr Düngung. Gute Ergebnisse erzielen Sie erfahrungsgemäß mit dem Blaukorn-Dünger*.

Im äußeren Traufbereich können Beerensträucher wie Johannisbeeren*, Brombeeren* oder Jostabeeren* gepflanzt werden.

10. Darf Walnusslaub kompostiert werden?

Die Walnussblätter sind stark gerbsäurehaltig und verrotten daher äußerst langsam. Je höher die Menge, desto schwerer geht das Kompostieren vor sich hin. Mehr noch, die Komposterde bekommt nicht allen Pflanzen gut, auf etliche Gewächse wirkt dieser Kompost merklich wachstumshemmend.

Eine schlaue Lösung ist, die Walnussblätter getrennt zu kompostieren. Freilich dürfen auch andere Grünabfälle in diesen Komposter gegeben werden. Hier entsteht ein saures Milieu, was solchen Pflanzen wie Hortensien, Azaleen, Rhododendren oder zum Beispiel Heidelbeeren gut tut. Walnusslaub und Rasenschnitt ist dabei eine aus der Sicht von vielen Gärtner besonders vorteilhafte Kombination. Es empfiehlt sich, immer eine dünne Schicht Walnusslaub mit einer dicken Schicht Rasenschnitt zu mischen.

Beachten Sie bitte, dass kein Walnusslaub mit Pilzbefall oder sonstigen Krankheiten auf den Komposthaufen bzw. in den Komposter darf. Solches Laub ist separat in Restmüll zu entsorgen oder – falls in Ihrer Gemeinde erlaubt – zu verbrennen.

11. Wann ist die beste Pflanzzeit für einen Walnussbaum?

Sie dürfen einen veredelten Walnussbaum ab April bis in den Herbst hinein ohne Bedenken setzen. Es ist lediglich zu beachten, dass die Pflanzzeit in den frostfreien Monaten zu liegen hat. Spätfrost ist insbesondere für ein junges Bäumchen hochgefährlich. In Deutschland wird empfohlen, Walnussbäume erst ab Mitte April zu pflanzen. In Süddeutschland und in geschützten Lagen kann die Pflanzzeit auch eventuell früher liegen. Übrigens finden viele Gartenliebhaber, dass es am sinnvollsten ist, einen Walnussbaum im Herbst zu setzen, sodass die Pflanze noch vor dem Wintereinbruch an neuem Standort ein möglichst verzweigtes Wurzelsystem bildet.

12. Welche Ansprüche an den Boden stellt die Walnuss?

Generell gilt der Walnussbaum hinsichtlich der Bodenqualität als recht anspruchslos. Optimal sind nährstoffreiche, tiefgründige Lehm- und Tonböden mit ausreichendem Feuchtigkeitsgehalt. Auch verwitterte Kalk-, Schiefer- oder Urgesteinböden [1] sind fürs Gedeihen der Walnuss hervorragend geeignet. Ungeeignet oder nur bedingt geeignet sind dagegen nährstoffarme, sehr trockene und sandige Böden. Auch Staunässe soll nach Möglichkeit vermieden werden, um der Wurzelfäule vorzubeugen.

In der Regel zieht die Walnuss neutrale bis leicht saure Böden vor. Erfahrungswerte zeigen, dass – eventuell mit entsprechender Düngung – auch alkalische Böden kein Problem darstellen.

13. Wie sehen optimale Standortbedingungen für einen Walnussbaum aus?

Als eine gebürtige Südländerin strebt die Walnuss nach Licht. Viel Sonnenschein tut dem Baum gut, wogegen die Walnuss in den schattigen Lagen schnell verkümmert. Sogar Halbschatten ist keine gute Wahl, einzig junge Bäumchen kommen mit halbschattigen Lagen einigermaßen zurecht. Außerdem ist der Walnussbaum ein Individualist und entwickelt sich am besten als Solitär.

Da vor allem die nicht veredelten Bäume ziemlich hoch werden, soll für eine Walnuss genügend Raum einkalkuliert werden. Eine Fläche mit dem Durchmesser von rund 15 Metern ist dabei definitiv nicht zu groß. Auch an die stattliche Höhe eines ausgewachsenen Baumes ist bereits beim Setzen eines zierlichen Jungbäumchens zu denken.

Veredelte Walnussbäume bleiben etwas kleiner, jedoch auch für sie ist ein 10 x 10 Meter großes Grundstück ein Muss.

14. Gibt es kleinwüchsige Walnussbäume?

Ja, es gibt sogar Zwergwalnüsse. Die kompakten kleinwüchsigen Walnuss-Sorten erreichen im ausgewachsenen Zustand kaum über 4-5 Metern Höhe und 3-5 Metern Breite. Bedauerlicherweise sind diese für kleine Gärten ideale Sorten in Deutschland zurzeit nur schwer zu bekommen. Die meist selbstbefruchtenden Zwergsorten tragen selbstverständlich auch Früchte, die Nüsse sind essbar und außerdem hervorragend zu Dekorationszwecken geeignet.

Die bekanntesten Zwergnuss-Sorten:

Besitzen Sie nur einen kleinen Garten? Es gibt trotzdem genug relativ kleinwüchsige Walnussbaumsorten für Sie, welche sich mit einer Fläche zwischen 50 und 70 Quadratmetern begnügen. Die beliebtesten unter diesen Sorten sind Weinsberg 1, Mars, Seifersdorfer Runde oder Lange van Lod.

15. Ich möchte in meinem Garten einen Walnussbaum pflanzen. Welche Sorte können Sie mir empfehlen?

Unsere Seite walnussbaum.info bietet Ihnen umfangreiche, nach bestem Wissen und Gewissen recherchierte Informationen rund um den Walnussbaum. Wir sind jedoch kein Online-Shop und verkaufen selbst keine Pflanzen. Wir bieten auch keine individuelle Beratung, sei es per Telefon oder via E-Mail, an. Wir sind daher gezwungen, die entsprechenden Anfragen unbeantwortet zu lassen. Haben Sie ganz konkrete Frage? Wenden Sie sich an die Baumschule Ihres Vertrauens vor Ort, dort werden Sie am besten beraten.

Weitere Artikel:

Literatur

  1. Nüsse und Quitten*; Friedrich Gerhard und Werner Schuricht; ISBN: 3788805412
  2. Der neuzeitliche Walnussbaum. Die Walnuss als Obst-, Park- und Waldbaum; Schneiders, E. (Stuttgart 1948)
  3. Zum derzeitigen Stand des Walnussanbauens; Meztner, R. (Stuttgart 1977)