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Juglans regia

Walnussblättertee
Walnussblättertee

Der Walnussbaum als Heilpflanze und Lieferant wichtiger Vitamine

In seiner Vielfältigkeit ist der Walnussbaum auch als Heilpflanze in der Naturheilkunde bekannt. Beinahe alle Teile des Baumes können zur Förderung der Gesundheit des Menschen genutzt werden. Die reifen Nüsse schmecken köstlich und sind äusserst bekömmlich. Sie enthalten hohe Anteile an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die als gesundheitsfördernd bekannt sind. In Fruchtfleisch sind darüber hinaus viele Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin E enthalten. Als kleiner Snack am Abend oder im Salat ist die Walnuss ein hochwertiger Lieferant von Eisen, Kalzium, Magnesium sowie Zink.

Der Fettgehalt einer Walnuss beträgt bis zu 60%, dabei handelt es sich vorwiegend um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, d.h. die Nuss ist praktisch cholesterinfrei. Die Walnuss besteht weiterhin zu 15% aus Proteinen (Eiweissen), weitere 10% entfallen auf Kohlenhydrate, Ascorbinsäure, Ruthenium und Thiamin.

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Grüne Walnuss - reich an Vitamin-C

Nicht nur Grüne Walnussschalen (Cortex Juglandis nucum), sondern auch die Fiederblätter der Walnuss (Juglandis folium) enthalten eine Menge Gerbstoffe[5][6], die unter anderem für eine gesunde Haut unentbehrlich sind. Die grünen Walnussschalen sind reich an Juglon sowie α- und β-Hydrojuglon. Außerdem enthalten die Walnussschalen diverse Flavonoide und Säuren, darunter die Zitronen- und Apfelsäure[6]. Weiterhin ist in den grünen Walnussschalen eine beachtliche Menge Vitamin C nachgewiesen worden, sodass diese Pflanzenteile mit Recht als wahre Vitamin-C-Bomben zu bezeichnen sind. Zum Vergleich: Während eine Orange nur 50 Milligramm Vitamin C enthält, liefert die gleiche Menge grüner Walnussschalen beeindruckende 1500 Milligramm[5] – also um ganze 30 Mal mehr!

Wichtig für die Schilddrüse

Immer wieder stoßen wir bei der Internetrecherche auf Informationen, dass grüne Walnussschalen reich an Jod sind. Doch eigentlich enthalten die Nussschalen kaum Jod, dieses Element ist dort praktisch nicht vorhanden. Die grünen Walnussschalen versprühen jedoch einen deutlich wahrnehmbaren Jod-Geruch. Außerdem färben sie die Hände braun, so wie es Jod tut. Wie kann das aber sein? Der Schlüssel zu diesem Geheimnis heißt Juglon, eine einzigartige Substanz, die keine andere Pflanze auf der Welt besitzt. Das Aroma von Juglon ist dem Jod-Geruch zum Verwechseln ähnlich, außerdem wirkt diese Substanz, genauso wie Jod, antibakteriell.

Viele Menschen, die von Juglon noch nie gehört haben, dafür aber wissen, dass Jod bei den Erkrankungen der Schilddrüse hilft, bereiten Tinkturen und Auszüge aus den grünen Walnussschalen in der Hoffnung auf die Besserung vor. Und die Tinkturen verschaffen tatsächlich oft Linderung, trotz dem eigentlich fehlenden Jod. Ein Placebo-Effekt? Nein, nicht wirklich. Die grünen Walnussschalen enthalten nämlich Tyrosin und andere Aminosäuren, die bei der Schilddrüsenunterfunktion hilfreich sein können. So wird zum Beispiel Tyrosin zur Synthese des Schilddrüsenhormons Thyroxin benötigt, sodass nicht wenige Patienten mit einer Schilddrüsenerkrankung auf diverse tyrosinhaltige Supplemente angewiesen sind.

Wer um diese Geheimnisse der Walnuss weiss, legt die unreifen Früchte nach einem traditionellen und oft in Vergessenheit geratenen Rezept in kräftigem Sirup ein. Einzigartig im Geschmack, enthalten die eingelegten Walnüsse (bekannt auch als "schwarze Nüsse") eine Menge Vitamine sind daher zur Prophylaxe von Erkältungen und Erkrankungen der Schilddrüse geeignet. Auch das Immunsystem profitiert von dieser besonderen Speise. In feine Scheiben geschnitten passen die schwarzen Nüsse beispielsweise zu kräftigem Wildfleisch oder reifen Schnittkäsesorten.

Auch ein Likör, angesetzt mit grünen Nüssen und mit schmackhaftem Honig, Vanille und Zimt verfeinert, wird gern getrunken.

Den grünen Walnüssen wird nachgesagt, dass sie die Leber stärken und eine blutreinigende Wirkung haben. Darüber hinaus können auch sie die Verdauung verbessern. Die Naturheilkunde beschreibt die Wirkung der grünen Walnüsse mit einer allgemein verbesserten Durchblutung und einer gefässfördernden Wirkung.

Zum Sammeln der grünen Nüsse ist der Juni vor dem Johannistag der richtige Zeitpunkt. Die Nüsse sollten noch so weich sein, dass sie mit einer Nadel durchstochen werden können.

Walnuss in der Naturheilkunde

Walnuss ist eine beliebte und seit alters her bekannte Heilpflanze. Aus den Nüssen und Schalen werden in der Volksmedizin Präparate hergestellt, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Wundsalben mit Walnuss gelten als effektiv und gleichzeitig schonend, Walnuss-Präparate stärken den Körper und unterstützen den Organismus bei der Selbstreinigung. Die Liste der Erkrankungen, bei deren Prophylaxe und Behandlung Heilpraktiker auf die Walnuss zurück greifen, ist recht lang.

Rezepte für Walnuss-Trockenfrüchte-Speisen.

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Einfach zubereitet, schmecken sie köstlich und helfen, hohen körperlichen und emotionalen Belastungen erfolgreich stand zu halten.

Rezept 1: Zu gleichen Teilen Walnüsse, Rosinen, getrocknete Pflaumen und Aprikosen nehmen. Die Trockenfrüchte in einem Standmixer zerkleinern, Haferflocken (zart oder kernig) hinzufügen und mit kochendem Wasser überbrühen und die Mischung einige Zeit einweichen lassen. Noch etwas Honig nach Geschmack unterrühren. Fertig! Nur ein EL zum Nachtisch hilft gegen die Müdigkeit und Schwäche und versorgt den Körper mit notwendiger Energie und Vitalstoffen.

Rezept 2: Während der Genesung nach einer OP oder langen Krankheit tut eine Mischung aus Zitrone, Rosinen, Walnuss und Honig gut. Dabei werden Honig, Rosinen und Walnüsse zu gleichen Teilen miteinander vermischt, pro drei Gläser dieser Mischung wird frisch gepresster Saft einer Zitrone hinzugefügt. Die Therapeuten empfehlen zwei bis drei TL dieser leckeren Süssspeise mehrfach täglich vor den Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Walnussöl in der Volksmedizin

Aus den Walnüssen wird ein gesundes und aromatisches Öl gepresst (aus 5 kg Nüssen ca. 1 Liter Öl). Das Walnussöl gilt als entzündungshemmend, antibakteriell und regenerierend. Die Naturheilkunde rät dieses Öl u.a. bei der Behandlung von lästigen Ohren- und Augenentzündungen sowie hartnäckigen Geschwüren einzusetzen.

Das Walnussöl enthält eine beachtliche Menge an Linolensäure (ungesättige Fettsäure), die im Organismus für die Regulation des Blutdrucks zuständig ist, daher gilt es in der Volksmedizin als ein wirksames Mittel bei der Prophylaxe von Arteriosklerosen und weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Aufgetragen auf die Haut, unterstützt das Öl die Wundheilung. Ob Geschwüre, Verbrennungen oder Neurodermitis - mithilfe vom Walnussöl lassen sich nicht nur die Symptome von mehreren Hautkrankheiten lindern, sondern auch deren Ursache beseitigen.

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Sogar beim Sonnenbaden kann das Walnussöl helfen: Einschmieren mit Öl verhilft zu einem effektvollen Teint. Wichtig zu wissen: Das Öl ersetzt natürlich nicht die Sonnencreme oder -milch!

Walnussblätter in innerlicher wie äusserlicher Anwendung

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Gerbstoffe wirken zusammenziehend und haben daher eine schützende Wirkung auf die Oberflächen wie der Haut. Walnussblätter haben einen besonders hohen Anteil von Gerbstoffen. Bis zu 10% sind hier Gerbstoffe zu finden. In dieser Eigenschaft wirken sie entzündungshemmend, schmerzstillend und das Gewebe stärkend.

Darüber hinaus können sie äusserlich bei Pilzerkrankungen angewendet werden. Aus frischen oder getrockneten Walnussblättern können leicht Umschläge hergestellt werden. Ein selbst hergestellter Walnussblättertee kann für Bäder der Füsse bzw. anderer Extremitäten verwendet werden. Auch Akne, Ekzeme oder leichte Entzündungen der Haut wirken wohltuend und entzündungshemmend an den betroffenen Stellen [1]. Kommt es zu einer Halsentzündung, wird der hergestellte Tee auch zum Gurgeln am Morgen und Abend genutzt.

Einen Umschlag herstellen

Für die Verwendung von Umschlägen oder einem Sud eignen sich getrocknete oder frische Blätter vom Walnussbaum. Fein zerkleinert werden sie mit kaltem Wasser zum Kochen gebracht und ziehen ca. 5 - 10 Minuten bei kleiner Flamme. Bei einer Menge von 250 ml Wasser werden 1 - 2 getrocknete Esslöffel benötigt. Zwei bis drei Tücher sollten bereitliegen. Ein Leinen- oder Baumwolltuch wird für ca. eine Minute in den Sud gelegt, danach ausgewrungen und auf die betreffenden Stellen gelegt. Das Ganze wird mit einem weichen und warmen Frotteetuch abgedeckt. Dieser Umschlag wird 5 - 10 Minuten lang auf der Stelle belassen, in der Zwischenzeit kann der nächste Wickel vorbereitet werden. Diese Anwendung kann zwei- bis dreimal täglich durchgeführt werden.

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Ein Vollbad wird mit der vierfachen Menge an Walnussblättertee hergestellt. Für angenehme Aromen werden dem Bad noch getrocknete Ringelblumen* oder Gänseblümchen* hinzugegeben.

Walnussblättertee

Aus Walnussblättern kann ein Tee zubereitet werden, der die Verdauung unterstützt und bei Hautproblemen positive Wirkung zeigen kann. Für einen Walnussblätter-Tee werden ein bis zwei getrocknete Teelöffel der Blätter mit 200 ml kochendem Wasser übergossen. Nach einer Ziehzeit von rund zehn Minuten wird er abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken. Täglich werden bis zu sechs Wochen ein bis drei Tassen getrunken, um danach eine Pause von wenigstens sechs Wochen einzulegen.

Risiken und eventuelle Nebenwirkungen

Die Walnuss ist ein gesundes Lebensmittel und eine wirksame Heilpflanze. Doch wie bei den meisten anderen Lebensmitteln ist auch bei der Walnuss Vorsicht geboten! Drei oder vier Nüsse können ein komplettes Abendbrot ersetzen, gegen Migräne helfen oder für eine erholsame, durchgeschlafene Nacht sorgen. Doch Nüsse können auch allergische Reaktionen hervorrufen und u.a. Verengung von Blutgefässen und daher Kopfweh verursachen. Es lohnt sich zunächst zu testen, ob die Walnüsse einem bekommen und wie die optimale Menge für den täglichen Verzehr sein soll.

Die Auszüge aus Walnuss-Blättern enthalten, wie viele Medikamente, auch Stoffe, die bei der Überdosierung zu Vergiftungen führen können.

Menschen, die an den Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder an einer akuten Magen-Darm-Verstimmung leiden, sollen lieber auf den Verzehr von Walnüssen oder Produkten, die die Nüsse enthalten, verzichten.

Da die Nüsse reich an Proteinen (Eiweissen) sind, birgt dieses Produkt ein potentielles Risiko für Allergiker. Menschen, die an Lebensmittelallergien leiden, sind gut beraten, Walnüsse mit Vorsicht zu geniessen.

Vorsicht mit Hunden, Vergiftungsgefahr!

Hunde sollten vor Walnüssen ferngehalten werden. Die Tiere können die harte Nuss leicht aufknacken, im Inneren befindet sich hier das für den Menschen ungefährliche Phosphor. Für Hunde kann der Genuss jedoch lebensgefährlich sein. Nicht nur die Nuss selbst, sondern auch die Schale kann von giftigen Stoffen für den Hund befallen sein. Dazu gehört der Pilz Penicillium crustosum, der den Wirkstoff Roquefortin C enthält. Dieser Stoff kann mit dem gefährlichen Strychnin verglichen werden. Beim Spaziergang sollten Hundehalter daher darauf achten, dass Hunde nicht mit herumliegenden Walnüssen spielen. Zu den Symptomen gehören Anfälle ähnlich einer Epilepsie, starkes Zittern, Krämpfe und die Versteifung der Gliedmassen.

Vergiftungen oder Magenbeschwerden bei Pferden

Nicht nur für Hunde, auch für Pferde sind Teile des Walnussbaums giftig. Allerdings kann dies nur dann zu Vergiftungserscheinungen führen, wenn das Pferd am Kernholz knabbert. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn in der Natur ein gefällter oder umgefallenre Walnussbaum zu finden ist. Hier können die Tiere doch leicht den Weg zu den giftigen Stoffen finden. Leichter ist für das Pferd das Auffinden von Walnüssen, die mit Pilzen befallen sein können. In diesem Fall ist es der Penitrem A, der Giftstoffe bildet und zu Nervenkrämpfen führen kann. Beim Verzehr der grünen Walnuss-Schale muss es nicht immer zwangsweise zu Vergiftungen kommen, dennoch enthält die grüne Schale Gerbsäure, die beim Tier Durchfall oder Magen- und Darmbeschwerden verursachen kann.

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Nährwerte: reife Walnuss
Kalorien, Mineralstoffe,
Vitamine und Nährstoffe
Angaben pro 100g
Energie:662 kcal
Fett:62 g
Kohlenhydrate:11 g
Eiweiß:15 g
Calcium (Ca):85 mg
Eisen (Fe):2,5 mg
Kalium (K):545 mg
Magnesium (Mg):130 mg
Natrium (Na):2 mg
Phosphor (P):410 mg
Zink (Zn):2,7 mg
Beta-Carotin:50 µg
Vitamin A, Retinol:10 mg
Vitamin B1:0,34 mg
Vitamin B2:0,12 mg
Vitamin B3:1 µg
Vitamin B6:0,87 mg
Vitamin B9, Folsäure:75 µg
Vitamin C:3 mg
Vitamin E:6 mg
  1. Infobox
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Weitere Artikel:

Literatur und weiterführende Links
  1. Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur*; Mannfried Pahlow; ISBN: 3868201912;
  2. Walnussblätter - Juglandis folium | plant-pictures.de;
  3. Monografie der Kommission E, Bundes-Anzeiger Nr. 101 vom 01.06.1990;
  4. Walnussbaum - Juglans regia | awl.ch
  5. Drogenkunde, Band 1, Angiospermen; Heinz A.Koppe (New York 1975); Seite 619;
  6. Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, 5. Band, Chemikalien und Drogen (H-M); P.H. List und L.Hörhammer (New York 1976); Seiten 328-330;
  7. Die große GU Nährwert-Kalorien-Tabelle*; Ibrahim Elmadfa, Waltraute Aign, Erich Muskat, Doris Fritzsche; ISBN: 3833847972